Der Alltag mit unserem 12 Monate alten Baby

Der Alltag mit Baby ist immer spannend und unglaublich bereichernd. Wie wir unseren Alltag verbringen, und was sich bei dem 12 Monate jungen Frühlingskind so alles tut, erzähle ich euch heute in einem kleinen Random Wordrap.

Als wir vor kurzem den ersten Geburtstag des Frühlingskindes feierten, wurde mir wieder einmal ins Bewusstsein gerufen, wie rasant so ein Jahr vergeht. Was ist schon ein Lebensjahr verglichen mit einem Menschenleben! Bei Geburtstagen der Kinder werde ich immer ein bisschen sentimental, und es gibt Phasen, an denen ich mich tatsächlich etwas überrumpelt vorkomme. Wie wir Zeit wahrnehmen, hat mit vielen Faktoren zu tun, aber ich habe besonders dann den Eindruck, sie vergeht übermäßig schnell, wenn die Zeitspanne mit einem positiven Gefühl, mit schönen Erinnerungen und Momenten in Verbindung gebracht werden kann. Natürlich sind 12 Monate auch gespickt mit unterschiedlichen Emotionen, oft auch gepaart mit extremen Müdigkeitserscheinungen, Erschöpfungszuständen und häufig taucht auch der Gedanke auf:"Heute ist nicht so viel passiert, wie ich mir eigentlich vorgenommen hätte." Ein Satz, der mit Vorsicht zu genießen ist, da er uns suggeriert: Du könntest mehr machen. Und das setzt uns unter Druck, und lässt die kleinen, aber feinen schönen Momente, die uns aufhorchen und uns innehalten lassen, an uns vorüberziehen.

Tatsache ist: mit Baby und Kindern aller Altersstufen gibt es einfach immer viel zu tun, auch wenn die Themen andere werden, und die Kinder von Jahr zu Jahr, oder sogar von Monat zu Monat, wie im heutigen Beispiel, selbständiger werden.

Das Frühlingskind hat uns wieder einmal gezeigt, wie individuell Babys in ihrer Entwicklung sein können. Nicht, dass mir das nicht schon davor bewusst gewesen wäre. Aber die Vehemenz und der eigene Wille dahinter, der Wunsch, sich in seinem eigenen Tempo fortzubewegen, hatte ich in diesem Ausmass noch nicht erlebt.

Es ist nichts schlechter oder besser. Jedes Kind gibt sein eigenes Tempo vor.

Tina

Heute gebe ich euch einen kleinen Einblick in unseren Alltag mit dem Frühlingskind, seinen Vorlieben und unseren liebsten Beschäftigungen.

Lieblingsbeschäftigung

Klassisches Spielzeug, welches für das Alter vorgesehen ist, ist relativ unbeliebt. Am liebsten werden einfache Gegenstände aus dem Haushalt bespielt, die unterschiedliche Klänge erzeugen: Dosen zum Scheppern, Behälter aus verschiedensten Materialien (je lauter desto besser!). Steine und Wäscheklammern aus Holz erfreuen sich besonderer Beliebtheit. Jedoch ist klassisches Holzspielzeug wie Rasseln, Greiflinge, welches man vielleicht sogar selbst unglaublich toll findet, eher uninteressant. 

Das Frühlingskind liebt es, sich hinter Vorhängen, Stoff aus dem Nähzimmer oder Decken zu verstecken. Gegenstände und Körbe zum Ein- und Ausräumen sind besonders beliebt. So habe ich in jedem Zimmer etliche Körbe bereit gestellt, deren Inhalt dazu dient, je nach Lust und Laune erkundet zu werden. Und nicht zu vergessen: Erde ist das momentane Highlight zum Leidwesen unsere Topfpflanzen, aber auch hier habe ich schon eine Idee im Kopf!

Am Mittagstisch

Ganz ehrlich, bei uns geht es am Familientisch ganz schön turbulent zu. Am Mittagstisch und auch am Abend ist der Familientisch ein Ort des Zusammentreffens von unterschiedlichen Empfindungen und Bedürfnissen, ein Ort der Begegnung und des kommunikativen Austausches. Es ist oftmals eine Herausforderung für mich, gewisse Rahmenbedingungen zu schaffen, damit nicht einer dem anderen ins Wort fällt, während das Frühlingskind all seine Kräfte mobilisiert, um den Teller mit integriertem Saugnapf von der Tischplatte zu lösen, und ein Teil der Nudeln den Boden übersät. Fakt ist: wir sind meilenweit entfernt von einer entspannten Essenssituation, aber auch das hat sich in den letzten Monaten mit gesteigertem Appetit des Frühlingskindes positiv entwickelt. Inzwischen haben sich einige wenige Lieblingsspeisen herauskristallisiert. Er liebt Rahm, Brot, Yoghurt, Grießbrei, an manchen Tagen Porridge, während er Banane, Apfel und viele andere Obstsorten verschmäht. Er mag das Knabbern an einer Gurke ganz gerne, und ich biete ihm einfach Tag für Tag unsere Mahlzeiten mit reduzierter Würze und Salz an. Alles in allem ist er ein Feinschmecker par excellence. 

Mobilität

Das Frühlingskind erkundet seit einigen Monaten auf zwei Beinen gehend die Welt. Da er sich davor bereits vor dem eigentlichen Gehen einige Monate intensiv dem Krabbeln gewidmet hatte, ist er sehr routiniert in seinen Bewegungen, absolut standfest und stabil. Es ist schön, ihm zuzusehen, wie er läuft, stampft, sich zu Musik bewegt und einfach nur fröhlich ist in seinen Bewegungen, sich über jede für uns noch so kleine Neuigkeit freut und voller Lebenslust verschiedene Terrains austestet. Schrägen, eine Stufe, unebene Bodenbeschaffenheiten und rutschiger Boden. Alles wird erprobt, stets mit achtsamen Bewegungen, konzentriert und abwägend, und dafür benötigt es jede Menge Mut und Selbstvertrauen! Ein besonders Anliegen von mir ist es, entspannt mit diesen neuen Situationen umzugehen, offen zu sein, eine beobachtende Rolle einzunehmen, ohne dabei das Kind einzuengen oder gar mit "Übervorsicht" zu begegnen. Denn eine entspannte Einstellung ist unerlässlich dafür, dass ein vertrauensvoller Raum geschaffen werden kann, in dem das Kind ein Gespür dafür bekommt, sich nicht zu über- oder unterschätzen und sich seiner eigenen Fähigkeiten und Ressourcen bewusst zu werden. 

Lieblingsplatz

Am liebsten ist er dort, wo seine Geschwister sind: mittendrin. Umgeben von Bausteinen, Fahrzeugen und Puzzleteilen. Dennoch gibt es einen außergewöhnlichen Ort, an dem er sich vor allem mit seiner großen Schwester liebend gerne aufhält, denn von hier aus hat man einen guten Überblick über das, was in der Nachbarschaft passiert: das Eckfenster in unserem Wohnzimmer. Hier kann man den Vögeln auf dem großen Ahornbaum zusehen, Katzen und vorbeifahrende Autos beobachten. Auch außerhalb der 4 Wände gibt es einen Platz, an dem wir uns vorzugsweise in der wärmeren Jahreszeit am liebsten aufhalten: auf der Terrasse. Sie ist umzäunt, bietet Sicherheit und auch von hier ist die gesamte Nachbarschaft überschaubar, da wir uns auf einer Anhöhe unter Bäumen befinden, die vor intensiver Sonneneinstrahlung schützen. Ein Ort im Grünen, der von uns auch den Beinamen "grünes Wohnzimmer" erhalten hat. 

Interessante Materialien

Holz wird im Hause titantina seit jeher groß geschrieben. Es ist ein so wandelbares natürliches Material, eine erneuerbare Ressource, die im Rohzustand besonders gut beim Zahnen in Form von Beißringen eingesetzt werden kann. Ob rund, mit Ecken oder Kanten oder auch mit Stiel, und vielleicht sogar in Kombination mit Leinöl und babyfreundlichen milden ätherischen Ölen, Holz ist was Formgebung und Holzart betrifft, ein höchst interessantes Material. Die unterschiedlichen Haptiken unterscheiden sich von Holzart zu Holzart, und dies wiederum fördert einen achtsamen Umgang mit Spielmaterialien. Wäscheklammern aus Holz erfreuen sich momentan größter Beliebtheit. Inzwischen ist es zu einem lieb gewonnenen Brauch geworden, Fundstücke aus dem Wald wie Bockerl, Moos und Holzstücke mit Rinde und jede Menge anderer Naturmaterialien, die zum Spielen und Erforschen anregen, einzusammeln. Das Frühlingskind liebt es, diese dann zu Hause im Garten auszukundschaften, und zwar am liebsten in Kombination mit einem Behälter und Erde.

Welche Materialien sind bei euch besonders beliebt und werden gerne bespielt? 

Ich wünsche euch eine frühlingshafte letzte März Woche!

Tina

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Über Mich

Tina

Ich bin Tina, naturliebende und kreative 3-fach Mama aus Niederösterreich, und ich blogge seit 2009 wobei mein Fokus auf Nachhaltigkeit und Green Lifestyle liegt. Authentische, natürliche Momente des Familienlebens dokumentarisch und detailverliebt festzuhalten ist meine Devise! Mein Lieblingsmotto: Less is more!

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