Wir verbringen eine Paarzeit im Natur-und Wellnesshotel Höflehner

Im heutigen Artikel erfahrt ihr, wie wir einen Kurzurlaub im Sinne einer Paarzeit im nachhaltigen Natur-und Wellnesshotel Höflehner in der Steiermark verbracht haben. Ich nehme euch mit in die Berge und erzähle euch von den Aktivitäten und dem einzigartigen Wellnessprogramm inmitten der Bergregion Schladming-Dachstein.

Im Naturparadies 

Es ist Mittagszeit im Herzen der Steiermark.  Zwischen hohen Berggipfeln mit schneebedeckter Spitze, die einem verlaufenden Zuckerguss gleichen, macht sich wie ein dichtgewebter Teppich sattes, frisches Grün breit. Zwischen Bauernhäusern, die mit ihrer traditionellen Holzterrasse Urlaubsfeeling pur verströmen, zwischen Wäldern und neben den Straßen herrscht angenehme Betriebsamkeit. Die Natur explodiert, und das merkt man an diesem idyllischen Fleckchen Erde noch mehr als im Straßertal. 

Natur, Ruhe, der Duft nach Landliebe und das ferne Bimmeln der Kuhglocken. Unser Urlaubsdomizil für unsere geplante Paarzeit bzw. Elternauszeit befindet sich auf 1.117m inmitten der Ennstaler Bergwelt. Das Natur-und Wellness Hotel Höflehner hat sich nicht nur den Ruf als eines der besten nachhaltigen Familienhotels verdient sondern ist auch ein Geheimtipp für alle, die im Urlaub nach Ruhe, Entspannung gepaart mit Outdoor Aktivitäten in der Bergwelt suchen.

 Was uns alles hier erwarten wird kennen wir nur vom Hörensagen, denn vom Höflehner, dem ersten  Natur-und Wellnesshotel der Steiermark hört man nur Gutes. „Es wird euch so gut gefallen, das Essen dort ist genial, das Hotel ein Traum, da könnt ihr super entspannen!“, lassen Stimmen aus Elternkreisen in ein und demselben Tenor verlautbaren.

Ob das Ressort auch unser Favorit wird? Wir sind schon super gespannt, und holen schon mal unsere Trolleys bepackt mit Yogabekleidung, Allwetterjacke, Bikini und Co aus dem Kofferraum. 

Paarzeit

Sage und schreibe 3 Tage ohne Kinder? „Hm...kannst du dich erinnern, wann war das letzte Mal, dass wir nur zu zweit Zeit miteinander verbrachten?“, frage ich Christian, die Stirn in Falten gelegt. Fakt ist: wir wissen es tatsächlich nicht mehr. Eines jedoch wird uns klar: es ist viel zu lange her. Wir brauchen eine Pause. Nicht nur die Verpflichtungen in der Elternschaft betreffend, sondern auch in ganzheitlicher Hinsicht. Abstand vom Alltag und allem, was dazugehört. Den Terminen, dem Haushalt, unserem ständig aktiven Zeitplaner im Kopf. Dieser lässt sich am besten durch Ruhe und Entspannung austricksen. 

Corona und Co hat uns hier sicherlich den Wind aus den Segeln genommen. In Punkto Reisefreundlichkeit, Mobilität und trauter Zweisamkeit hat uns Covid  in unserer kleinen Familienblase zusammengeschweißt, manchmal mehr als uns lieb war. Denn manchmal gab es Phasen, an denen uns die Decke sprichwörtlich auf den Kopf gefallen ist. Und ich denke, das geht allen so, die in einem Mehrkindhaushalt sehr intensiv gemeinsam Zeit verbringen. 

Durch die langsame aber stetige Öffnung werden wir unseren Freiraum als Paar Schritt für Schritt zurückerobern, so zumindest der Plan, und stehen dabei gerade erst am Anfang.

Jeder Anfang bringt etwas Neues, Spannendes, Überraschendes mit sich.

Irgendwie ungewohnt, seltsam, viel zu ruhig fühlt sich der erste Moment der Paarzeit an. So, als würde etwas fehlen, und als bräuchten wir noch Zeit, uns in die für uns neue Situation so ganz ohne Begleitung der Kinder, einzuleben. Denn auf unserem Trip in die Bergregion Schladming-Dachstein hören wir Radio, und zwar die Musik, die uns gefällt. Unser größter Gewinn: kein Gejammer und Gezeter im O-Ton, keine gebetsmühlenartige Untermalung à la „Wann sind wir endlich da“. Ein herrliches, befreiendes Gefühl. Auch wenn ich im tiefsten Inneren meine 3 Rabauken schon jetzt ganz schön vermisse. Ich besinne mich mittlerweile darauf, die Distanz zu ihnen zu wahren und mich auf Hier und Jetzt, auf uns, auf die wundervolle Landschaft und das Ressort zu besinnen. Und ich sage euch, das kommt ganz von alleine, wie von selbst, ohne Druck und schlechtes Gewissen, welches uns als Eltern immer wieder vehement abhält von unserem kleinen oder großen Glück.

Nachhaltig. natürlich. innovativ. Höflehner. 

Die Philosophie des Natur-und Wellnesshotels Höflehner basiert auf einem umfassenden Konzept der Nachhaltigkeit. Dieses zieht sich wie ein roter Faden durch die Räumlichkeiten basierend auf einer ökologischen Bauweise, durch das Programm bis hin zur Philosophie des Naturkulinariums. Wer mich kennt, der weiß, dass ich nicht nur gerne über den Tellerrand schaue, sondern auch einen profunden Blick hinter die Kulissen und auf die Geschichte eines Unternehmens werfe. Wenn ihr wissen wollt wie denn eigentlich alles mit dem ursprünglichen Bergbauernhof seinen Anfang nahm, und wer die Höflehners sind, dann schaut unbedingt hier vorbei. 

Naturdesign par excellence

36,5°C. Kein Fieber, den Impfpass habe ich in der Tasche, dem Kurzurlaub steht nichts mehr im Wege! Wir betreten die weitläufig angelegte Rezeption, in der das eine oder andere liebevolle Detail aufwartet. Mein erster Eindruck: viel Natürlichkeit in Form von Holz, Tradition trifft auf einen rustikalen, modernen Charme. Hier herrscht kein Minimalismus, sondern an allen Ecken und Enden wimmelt es nur so von dezent, gewählt eingesetzten, exquisiten Details, die aus traditionsreicher, regionaler Hand entstammen. Ich spähe durch eines der vielen Farn-Mandalas hindurch, welche die Fenster schmücken. Bergspitzen im Rundumblick, eine Traumkulisse. Über eine hölzerne Treppe, dessen Aufgang mit hängenden Farnelementen ausgestattet wurde, erreichen wir das Restaurant mit ausladender Terrasse. Ich bin schon irrsinnig gespannt auf unsere Zimmer und auf den Wellnessbereich, der von außen betrachtet einer eigens geschaffenen Landschaft gleicht, die sich mühelos und gekonnt in den Hang einfügt, als wäre sie schon immer da gewesen. In Kürze werde ich erfahren, dass dieser ausgeklügelte Wellnessbereich einem Labyrinth ähnelt, einem Mikrokosmos für jeden Streßgeplagten mit hohem Wohlfühlfaktor.

Ein alter, Vintage blauer, mit Blumen bemalter Bauernkasten zaubert mir Herzerl in die Augen. Ein derartiges Modell suche ich vergeblich seit vielen Jahren! Ich öffne die Türe unseres Zimmers. Der erdige Duft nach Zirbenholz strömt mir entgegen. Das heimische Holz der Zirbe ist dafür bekannt, dass es die Schlafqualität erheblich verbessert. Während einer Führung durch das Ressort erfahren wir, dass das verwendete Holz aus einem regionalen Tischlereibetrieb stammt. Ob Tische, Sessel, Wände, es scheint auf den ersten Blick, als bestünde die gesamte Grundstruktur des Hotels aus Holz. Und das wiederum vermittelt unmittelbar einen Charme der Gemütlichkeit und Natürlichkeit. Der Ausblick auf der Terrasse gibt einen Blick auf das Rotwildgehege und den nagelneu bepflanzten Kräutergarten frei. Direkt an der Küche gelegen können hier essbare Blüten, heimische Kräuter und Wildkräuter erntefrisch für das Naturkulinarium gepflückt werden.

Meine Wellness Highlights

Raus in die Natur oder rein in die Entspannung

Oder doch lieber beides? Wir beschließen allen Anfangs das Ressort und die vielen unterschiedlichen Bereiche, die sich harmonisch in das Gesamtbild einfügen, unter die Lupe zu nehmen. Unsere Inspektion gleicht mehr einer Entdeckungsreise, denn das Ressort ist weitläufiger als gedacht und in sich verschachtelt. Ob wir das ohne Christinas Hilfe, unsere nette und zuvorkommende Ansprechperson während des Aufenthaltes,  jemals ohne Hindernisse zum Naturteich im obersten Teil der Anlage gefunden hätten? Die Wellnessbereiche gliedern sich auf verschiedensten Ebenen auf insgesamt 3 700m² nebeneinander in den Hang ein, bis man die oberste Plattform, das Yogahaus mit der Outdoor Terrasse erreicht hat. Doch zuerst heißt es: Vorbei am Hallenbad und am Zwergerlbad, welches im Mai diesen Jahres fertiggestellt wurde, weiter zum Outdoor Sportbecken. Es ist umrahmt von Terrassenflächen, verwunschenen Treppen, die sich in verschiedensten Richtungen ihren Weg zum angegliederten Almsaunadorf bahnen. Meine Schritte ins Stocken, da es hier an Details und raffiniert installierten Attraktionen nur so wimmelt. Alte Schindeln bedecken die vielen kleinen Wellnesshäuser, in denen unterschiedlichste Saunen wie das Honigdampfbad, die Alpenkäutersauna u.v.m. untergebracht sind, stets in Verbindung mit einem weiten Blick in die gegenüberliegenden Berge mit dem Dachstein. 

Ein Level darüber. Mein Blick wandert hinauf in den beinahe wolkenlosen Himmel. Die erfrischende Bergluft und die stechend heißen Sonnenstrahlen spornen mich an, gleich heute noch den Wellnessbereich auszutesten und das Motto "Was du heute kannst besorgen das verschiebe nicht auf morgen" doch noch ein mal anzuwenden anstatt wie sonst über Board zu werfen. Slowlife, you know! Der riesige, alte Kirschenbaum thront wie ein prächtiges Naturdenkmal im Zentrum der Anlage. Der Wind weht durch seine Äste, und es beginnt zu schneien. Langsam und irgendwie märchenhaft anmutend wehen die kleinen, weißen Blütenblätter mit der Brise davon. Ich beschließe, meine Kamera ruhen zu lassen und genieße diesen Moment in vollen Zügen. Von einer Holzrinne tröpfelt behaglich kaltes, klares Wasser vom oberen Stamm des Baumes in ein tiefblaues Becken gleich einer Mini-Grotte, welche nach dem Saunieren Abkühlung verschafft. 

Wir sind nur noch wenige Schritte von meinem Lieblingsspot des Wellnessbereiches entfernt. Von der Entfernung kann ich schon ausnehmen, dass dieses Plätzchen, welches erst vor wenigen Wochen fertiggestellt wurde, nicht nur mein Favorit sein dürfte. Der neue Rooftop Whirlpool gefällt mir so gut, dass ich kaum genug bekomme von dem warmen, sprudelnden Wasser und dem unglaublichen Panorama, der weiten Sicht in die Berge und hinab bis zu den Anfängen des Ennstals. Der Schwebe Whirlpool macht seinem Namen alle Ehre! 

  Nichtstun gepaart mit Aktivität, ein optimaler Erholungsfaktor  

Klar, das Wanderparadies in der Schladming Dachstein Region wäre der absolute Hit für Biken, Wandern und die Natur erkunden. Das Angebot ist so vielfältig, dass wir uns im Sinne der Entspannung für diesen Kurzurlaub erst mal für Wellness pur entscheiden. Sozusagen die light Version all dessen, was hier eigentlich möglich wäre. 

Über eine kolossale Steintreppe führt uns der Weg hinauf in den oberen Bereich des Hanges. Wir passieren die Panoramasauna und die liebevoll angelegten Rabatte am Wegesrand, der von Vergißmeinnicht in zartem Hellblau gesäumt ist. Farne kriechen aus der  Holztreppe wie Schattenpflanzen auf dem Weg zum Licht. Sie führt auf ein Plateau, in dessen Mitte der Naturteich alles andere, was unter ihm liegt, überschattet. Hier ist unser Plätzchen für die nächsten Stunden. Ich mache einen Abstecher zur Wiese und sammle Blätter des Sauerampfers. Wir machen es uns auf einer Sonnenliege, einer Art Pagode mit luftigen Vorhängen, gemütlich. So stelle ich mir wahrhaftig eine gelungene Auszeit vor.


Waldliebe und Yoga

Tag 2. Die einstündige Hofrunde ist genau das Richtige für uns. Am frühen Morgen machen wir uns auf Richtung höhergelegenem Wald mit Start am Yogahaus. Das anschließende Waldstück überrascht uns mit scheinbar unberührter Natur und einem Teppich von gelb leuchtenden Dotterblumen, welche von einem flächendeckenden Rasen an zierlichen Buschwindrösschen abgelöst werden. Ein paar Monate später und wir würden ins Schlaraffenland der Heidelbeeren eintauchen. Sie wuchern hier wie Unkraut und überziehen im Schatten der riesigen Fichtegroße Teile des Waldbodens. Nach etwa 5 Minuten leichter Steigung erreichen wir die neu erbauten Yoga Spots. Kleine, in Gruppen platzierte Holzterrassen, an einem ganz besonderen Platz mitten im Wald, umgeben von nichts, außer Natur pur und dem Aroma von Fichtennadeln und Moos.  

Meine Yogaeinheit startet heute Nachmittag um 15 Uhr. Hätte ich jemals, gedacht, dass ich erstmals eine Personal training Stunde absolvieren würde, mitten in den Bergen mit grandiosem Ausblick während der Einheit? Sicherlich nicht! Dass ich in den Geschmack einer persönlichen Yogalehrerin komme, hat wohl damit zu tun, dass coronabedingt mehrere kleine Einheiten über den Tag verteilt stattfinden. Von Conny, der Yogalehrerin, kann man vieles lernen. Nicht nur über die Yogapraxis, sondern auch, dass Arbeit Spaß machen kann, das Leben bereichert. Mit einem Lächeln im Gesicht motiviert sie mich zu noch mehr Dehnung, korrigiert meine Fehlstellungen und macht vor allem eines: Sie verbreitet Lebendfreude. Gepaart mit einer unglaublich positiven Grundstimmung während ich mich angestrengt uns ins Schwitzen kommend auf die sorgfältige Ausführung des herabschauenden Hundes konzentriere. Mein Fazit: Endlich wieder mal Yoga in den Alltag integrieren. Ich hab so richtig Lust drauf! 

Das Naturkulinarium

Gesund.kreativ.heimisch. Das Motto des Naturkulinariums hält jede Menge Überraschungen auf Lager. Nicht nur, was die Gaumenfreuden betrifft, sondern auch optisch. Die Hingucker des Buffets sind die liebevoll angerichteten und mit essbaren Blüten versehenen Speisen. Absolute Liebe zum Detail, gesund und vor allem sehr lecker! Ich werfe einen Blick auf die Menükarte, prall gefüllt mit Schmankerln und Spezialitäten. Insgeheim denke ich: Endlich nicht selber kochen! Die Auswahl fällt dementsprechend schwer. Für was werde ich mich wohl entscheiden?

Abendessen 18:30 Uhr. In freudiger Erwartung auf das erste Dinner for two lasse ich die Eindrücke des Tages vollgepackt mit Wellness und Natur Revue passieren. Die Freundlichkeit und Lockerheit des gesamten Personals hat hier einen großen Stellenwert, und das spürt man. Und genau das ist uns besonders wichtig, denn wir mögen keine gespielte Aufgesetztheit oder prätentiöses Gehabe. Natürlichkeit, Freundlichkeit und Gleichbehandlung aller Gäste kommen uns da schon gelegener. Be kind. Ich glaube, wir sind hier absolut richtig! 

Das Besondere an der Kulinarik im Hause Höflehner ist die eigens entwickelte Entdeckungsreise durch 3 Genusswelten des Naturkulinariums. Ob vegan, traditionell, vegetarisch, hier kommt  jedeR auf seine Kosten, denn Individualität wird groß geschrieben. 3 KüchenchefInnen bieten unterschiedliche Genusswelten an, die sich von ihrem Ernährungsplan unterscheiden.  Während Küchenchef Gerhard auf ausgewogene, gesunde Ernährung setzt, hat Kathrin den kreativen, experimentierfreudigen Weg eingeschlagen. Der dritte im Bunde des Naturkulinariums repräsentiert traditionelle, regionale und saisonale Hausmannskost. Ausgehend von Höflehners nachhaltigem Konzept werden ausschließlich regional erzeugte Biozutaten aus der Region verwendet. Einen guten Überblick über die regionalen Partnerbetriebe findet man hier.

Mojito-Time! Zum Abschluss des Tages statten wir der Hausbar,  dem Alchemisten, einen Besuch ab, die nicht nur durch eine breit gefächerte Auswahl an Spirituosen besticht sondern auch ein ganz besonderes trendig-rustikales Flair bietet. 


Adé, geliebte Bergwelt

Und jetzt folgt der allseits beliebte Spruch, der meist am Ende eines Urlaubes fällig wird:

Die Zeit ist viel zu schnell vergangen

Und es ist Tatsache: alles, was Freude bereitet, ist von vermeintlich kurzer Dauer. Ich werfe noch ein letztes Mal einen Blick zu den Kühen, die gemächlich auf der Weise grasen, und nehme mir vor, ein Stück dieser Gemächlichkeit mit nach Hause zu nehmen, es langsamer anzugehen. Öfter Pausen einzulegen und die Paarzeit immer wieder mal einzuplanen. 

Das Natur-und Wellnesshotel Höflehner hat uns ein Stück weit in eine andere Welt abseits des Alltages befördert. Das tut nicht nur gut, indem es einen neuen Tagesrhythmus vorgibt, sondern lässt einen auch achtsamer mit sich, seinem Partner und seiner Umwelt werden. 

 

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Über Mich

Tina

Ich bin Tina, naturliebende und kreative 3-fach Mama aus Niederösterreich. Ich blogge seit 2009 mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Green Lifestyle. Authentische, natürliche Momente des Familienlebens dokumentarisch und detailverliebt festzuhalten ist meine Devise! Mein Lieblingsmotto: Less is more!

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