Ich verrate euch meine 4 Ideen für mehr Positivity in der Corona Krise

In meinem Beitrag könnt ihr meine kreativen Ideen für Groß und Klein nachlesen, die auch in der Krise die Lebensfreude bewahren. Ich zeige euch mein liebstes Backrezept mit Kindern und sowohl indoor als auch Outdoor Aktivitäten.

Lockdown Nummer 2 hat es ganz schön in sich. Während uns Nummer 1 quasi wie aus dem Nichts heraus unseren Alltags beraubte und uns vor neue Herausforderungen stellte, haben wir inzwischen schon jede Menge Erfahrung mit dem unsäglichen Lockdown gesammelt. Wir erinnern uns: Homeoffice, quengelnde Kinder zu Hause, Homeschooling, Haushalt und Co. Reduzierung der sozialen Kontakte aufs Minimum, während bei der einen oder anderen Gereiztheit gepaart mit einer drastisch herabgesetzten Reizschwelle und einem wankelnden Nervenkonstrukt an der Tagesordnung stehen. Dennoch bleibe ich dabei:

Was uns nicht umbringt, macht uns stärker. Oder besser: In der Krise liegt die Kraft.

Hallo, Lockdown Nummer 3. Wir sind gewappnet!

Dennoch frage ich mich an manchen Tagen: Wo ist diese geballte Kraft, die uns zu Strahlemenschen, (vermeintlich) alles schupfenden Tausendsassas und perfektionistischen AntreiberInnen macht in diesen Zeiten nur hin? Es gibt Momente, an denen überkommt mich das Gefühl: Ich vermisse die Dynamik des Lebens, die Spontanität und die unverhofften Glücksmomente, denn alles dreht sich zwar, aber nur im Kreis.

Hinzukommt, dass das Monat November, nun ja, sagen wir nun mal, sehr speziell ist. Tief hängender Dunst hängt tief über der Stadt, und drückt auf so manches Gemüt. Wir vermissen die warmen Sonnenstrahlen, das Licht und die farbenfrohe Landschaft, die sich nun nach dem ersten Frost und dem Abfallen des letzten Herbstlaubes in eine graubraungrüne Suppe verwandelt hat. Und dabei denke ich: Herbst, du bist wunderschön, aber viel zu kurz! An manchen Tagen fällt es mir nicht leicht, positiv und voller Elan und Freude in den Tag zu starten, wenn sich a) die Wolkendecke erst um die Mittagszeit herum lüftet und b) der Nachmittag bereits um 16 Uhr endet, und zwar genau zu dem Zeitpunkt, wenn das Licht dem Schatten weicht.

Um in dieser düsteren Übergangszeit nicht ganz dahinzuwelken wie die abgestorbenen Blütenstümmel auf dem Spazierweg, muss unbedingt mehr Positivity her. Und ich sage euch, nicht nur wir, sondern unser gesamtes Umfeld profitiert davon.

Hier meine 5 Tipps für ein positiv gestimmtes, fröhliches Gemüt an grauen Tagen, die am besten mit Kindern umzusetzen sind:

1. In der Musik liegt Kraft

Genauso wie uns ein melancholischer Song in Zeiten unseres tiefsten Herzschmerzes zurückversetzen kann, verfügt ein Lied enormes Potential, um uns positiv zu sinnen.
Das gemeinsame Musizieren, Tanzen und Singen ist Balsam für die Seele. Für mich gilt: jeder/jede kann sich musisch betätigen, auch wenn er oder sie glaubt, so gar kein musikalisches Talent zu besitzen. Lassen wir unsere eigenen Ansprüche an uns erst mal beiseite, dann entdecken wir, mit wieviel Spaß und Freude Musik in Verbindung gebracht werden kann! Und so machen wir es:

Bei jeder Einheit darf sich einE MitwirkendeR seinen Lieblingssong aussuchen. Jeder wählt ein Musikinstrument für sich aus. Als Alternative können auch Haushaltswaren als Rassel/Trommel etc. verwendet werden. Je kreativer, umso spannender! Es gilt: alles ist erlaubt, was Spaß macht! Bevor es ans Musizieren geht bilden wir einen Kreis. JedeR stellt sein/ihr Musikinstrument vor, damit wir die unterschiedlichen Klänge wahrnehmen. Der Jüngste beginnt, und alle anderen setzen der Reihe nach ein. Hier kann nun auch mit verschiedensten Tonstärken, Rhythmen und Klängen experimentiert werden.

2. In der Kreativität liegt die Kraft

Ehrlich gesagt hat mich dieses Schmuddelwetter fest im Griff. Die Herbstfarben sind einer grau-braunen Suppe gewichen, und wir warten vergeblich auf den Schneezauber. Ich bin regelrecht zu einem Couch Potatoe mutiert, der absolut keine Lust hat, bei Graupelschauer nach draußen zu gehen. Und das, obwohl ich ganz genau über die Wichtigkeit der Frischluft und deren Auswirkung auf Körper und Geist bescheid weiß. Meine Kinder haben meine Demotivation offensichtlich genauso in ihren Alltag integriert. Insgeheim bin ich froh darüber, dass unser Kindergarten großen Wert auf Frischluft legt und sich ergo die Buben zumindest am Vormittag auf dem Kinderspielplatz so richtig austoben können.

Um meinen inneren, winterträgen Schweinehund zu überwinden, mache ich mir und den Kindern Outdooraktivitäten schmackhaft:

Eine tolle Möglichkeit, um aktiv zu werden, ist das Sammeln von Naturmaterialien. So starten wir, bewappnet mit Rucksack und selbstgemachtem Tee hinaus in die Kälte. Gerade die Vorweihnachtszeit ist prädestiniert für das gemeinsame Basteln. Bereits im Vorhinein überlegen wir gemeinsam, welches DIY wir umsetzen möchten, und dann kann je nach Lust und Laune munter drauf los gesammelt werden. Bockerl, Holz, Beeren, Moos und vieles mehr, laden dazu ein, sich kreativ zu betätigen. Ob Christbaumschmuck oder winterlicher Kranz oder Dekofiguren wie Weihnachtswichteln aus Bockerl und ...das Netz ist ein wahres Sammelsurium an Bastelideen für jede Altersstufe. Aber noch besser als alles andere: seiner eigenen Phantasie freien Lauf lassen, denn es lohnt sich, auch mal ohne konkreten Plan und Ziel vor Augen kreativ zu werden.

Meine momentan allerliebste Bastelidee für Kinder aller Altersstufen:

Beschneite Bockerl

Hierfür wird eine zähe Masse aus Wasser und Mehl angerührt, bis sie etwas verdickt. Diese dient als natürlicher Kleber und wird an den Ausläufern der Bockerl mit einem Pinsel ruhig etwas dicker aufgetragen. Bevor die Masse eintrocknet, wird Salz drübergestreut. Trocknen lassen und als Deko oder für Dekofiguren verwenden! Das beschneite Bockerl macht in der Optik seinen käuflichen Varianten gewaltig Konkurrenz und besticht durch eine wahrheitsgetreue Nachbildung von Schnee durch den Einsatz von Salzkristallen. Einfach ausprobieren!

3. In der Natur liegt die Kraft

Also wie gesagt, in der Zeit des Winterschlafes sind wir alle ein bißchen ...naja sagen wir einmal träger als sonst unterwegs und mümmeln uns gerne neben dem Kachelofen in warme Decken ein. Aber sind wir tatsächlich auf diese Weise für Viren, grippalen Effekten gerüstet? Einstimmig können wir behaupten: Natürlich nicht!

Also raus an die frische Luft. Am besten mit ein paar tollen Spielen und Aktivitäten mit Bewegung für draußen in petto.

Für das Spiel "Kutschenfahrt" benötigt ihr lediglich 2 in etwa gleich lange Stöcke aus Holz. Der/die Vorderste ist das Pferd, die Stöcke dienen als Zügel und dahinter gibt der Kutscher das Tempo und die Richtung vor. 

Ein etwas abgeändertes Fangspiel nennt sich "Mücke und Schwalbe". Für dieses Spiel wird die Spielfläche ermittelt. Je älter die Kinder, desto größer kann sie ausfallen. Ein oder mehrere Kinder sind die "Mücken", die vor der "Schwalbe" fliehen. Wird eine Mücke gefangen, so wird sie zu einer Schwalbe. Dieses einfache und dennoch sehr lustige Bewegungsspiel kann in verschiedensten Varianten abgeändert werden. Am besten, man lässt die Kinder mit Tieren variieren. 

Blätter gibt es zu jeder Jahreszeit. Das Ziel des Blätterhüpfspiels ist es, wie der Name schon sagt, auf eine Strecke, die im Vorfeld festgelegt wird, zu hüpfen. Der Schwierigkeitsgrad kann verändert werden, in dem man mit nur einem Bein hüpft, dazu klatscht oder die Blätter nach Farben hüpft.

Ein tolles Sammelsurium an Outdoorspielen findet ihr übrigens auch bei Spielend wandern


4. Im "Gemeinsam" liegt die Kraft

Backen ist nicht so deine Stärke? Willkommen im Club!

Dennoch, das Keksebacken gehört für mich zu einer Tradition, die in der Vorweihnachtszeit nicht fehlen darf. Bei dieser Tätigkeit kommen unweigerlich Kindheitserinnerungen hoch, und ich spüre und rieche die Stimmung und das Aroma von "früher". Zimt, Apfel, das Kneten des Teiges, das Formen von Vanillekipferln, der Duft nach frischen Keksen aus dem Backofen...mit dem Backen werden Erinnerungen für die Ewigkeit geschrieben.

Mein liebstes Rezept neben dem easy peasy Butterkekserezept zum Ausstechen ist das Lebkuchenrezept. Die ausgestochenen Lebkuchenformen werden etwas dicker ausgestochen und eignen sich daher prima für kleine Kinderhände. Der Lebkuchen kann vor dem Backen mit Mandeln, getrockneten Früchten dekoriiert werden.

Zutaten

  • 500 g Dinkelmehl
  • 800 g Zucker
  • 2 EL Lebkuchengewürz
  • 1 TL Natron
  • 50 g Butter
  • 200 g Honig
  • 2 Eier
  • etwas Wasser für die Konsistenz
  • Ei zum Bestreichen

Zubereitung

  • Alle trockenen Zutaten vermischen und mit der Butter vermengen.
  • Honig und Eier mit zwei Esslöffel Wasser verrühren.
  • Die Eier-Honigmischung mit der Mehlmischung vermengen. Darauf achten, dass der Teig nicht zu trocken und nicht zu feucht ist. Mit etwas Wasser angleichen, bis er fest ist und mit einem Nudelholz gut ausgerollt werden kann.
  • Den Tag an einem kühlen Ort bis zu 2 Tage rasten lassen, damit sich die Gewürze im Teig optimal verteilen können.
  • Am nächsten Tag den Teig mit einem Nudelholz auf der bemehlten Arbeitsfläche nicht zu dünn auswalken und mit Formen ausstechen.
  • Den Teig nicht zu dünn (je dünner desto härter wird er!) auswalken und bei ca. 180° Ober- und Unterhitze etwa 10 Minuten hell backen. Damit die Kekse saftig bleiben, am besten luftdicht mit einer Scheibe Apfel aufbewahren.


Was sind eure Beschäftigungsideen, um in der Coronazeit körperlich und geistig fit zu bleiben?







 

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Über Mich

Tina

Ich bin Tina, naturliebende und kreative 3-fach Mama aus Niederösterreich, und ich blogge seit 2009 mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Green Lifestyle. Authentische, natürliche Momente des Familienlebens dokumentarisch und detailverliebt festzuhalten ist meine Devise! Mein Lieblingsmotto: Less is more!

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