Ich nähe eine Mundschutzmaske nach meiner liebsten Anleitung und freebie Schnittmuster

Eine Mundschutzmaske zu nähen, ist gar nicht so schwer. Es ist nachhaltig und man kann sich kreativ austoben. Heute zeige ich euch meine liebste Anleitung und 3 einfache Varianten für Nähunkundige. Eine davon ist eine super easy Anleitung mit hohem Tragekomfort, die ich mir ausgedacht habe.

Wer hätte es noch vor wenigen Wochen gedacht, dass wir aufgrund der Coronavirus Pandemie gezwungen sind, uns so gut wie möglich gegen eine Infizierung zu schützen? Also ich hätte wahrscheinlich laut aufgelacht, und es nicht für möglich gehalten, dass aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr soziale Kontakte außerhalb der Kernfamilie gemieden werden müssen, Schule und Kindergarten quasi von heute auf morgen Tür und Tor schließen, und man den Alltag mit den Kindern neu strukturiert. Das Osterbasteln erfährt diese Tage eine wohl nie dagewesene Konjunktur und alles, was uns mit den eigenen Händen erschaffen lässt, stimmt uns besonders in Krisenzeiten positiv und optimistisch. Es bereitet Freude, sich auf einen kreativen Prozess einzulassen. Es verbindet Generationen und stärkt unser Selbstvertrauen. Wenn Groß und Klein gemeinsam Hand anlegen, dann ist das immer etwas Besonderes. Und eins ist ganz gewiss: es ist Qualitätszeit pur!

Als unsere Bundesregierung vor wenigen Tagen die Maskenpflicht beschloss,um die Verbreitung der Coronaviren in Supermärkten einzudämmen, wurde ich damit konfrontiert, dass nicht jeder Supermarkt die aktuell heiß begehrten Nasen-Mundschutzmasken zur Verfügung stellen konnte. Schutzmasken sind derzeit Mangelware, mehr noch als Klopapier, Nudeln und zu meiner Überraschung, Watte. "Warum nicht einfach selber machen", so mein erster Gedanke. Ich machte mich kurzerhand drauf und dran, die allwissende Suchmaschine zu bedienen und durchforstete zig Anleitung zu "Schutzmaske selber nähen". Nach einigen mißglückten Versuchen wurde ich letztendlich fündig. Diesen Prototypen einer wie ich finde, optimal sitzenden Schutzmaske aus 2 Lagen mit variablem Nasensteg zeige ich euch heute!

Meine liebste Anleitung

Die Näh- Anleitung findet ihr in diesem Video. Für die Maske wird kein separates Schnittmuster benötigt, sondern lediglich 2 Stoffteile.Es wird Schritt für Schritt erklärt, wie man aus 2 Lagen Stoff eine bequeme, stylische Schutzmaske nähen kann. 

Material:

  1. Stoffteil außen 25x19cm
  2. Stoffteil innen 19x19cm
  3. Elastisches Band/Gummikordel

Ich empfehle auf jeden Fall, darauf zu achten, dass die ausgewählten Stoffe nicht zu robust sind (wie beispielsweise Canvas), das würde einerseits das Faltenlegen erschweren als auch den Tragekomfort beeinflussen und das Atmen mit der Maske.Ich habe die Schutzmaske auch für das Fräulein etwas abgewandelt beziehungsweise verkleinert, indem ich die Falten großzügiger legte und das Gummiband verkleinerte.

No Sew Masken

Für all jene unter euch, die zwar Lust darauf bekommen haben, sich eine Schutzmaske selber zu machen, aber die mit dem Nähen nichts am Hut haben, gibt es gute Alternativen, sozusagen No-Sew Masken, die aus bereits vorhandenen Materialien aus dem Haushalt gebunden werden können.   

Variante 1

Diese Variante ist die allereinfachste und tatsächlich diejenige mit höchstem Tragekomfort. Sie wurde übrigens von mir aus Mangel an supereinfachen Varianten ertüftelt- Hier findet ihr das Schnittmuster zum Download.. Dafür benötigt ihr lediglich einen Jerseyrest, welchen ihr anhand meines Schnittmusters zuschneidet. Da sich Jersey naturgemäß einrollt, kommt dieser Effekt der Maske zugute, da man die offenen Kanten einfach nach innen schlägt. Die beiden Enden werden am Hinterkopf verknotet. Optional kann ein gefaltetes Taschentuch unterlegt werden. Diese Maske ist elastisch, und dadurch hält sie rundum und am Nasenbogen gut dicht. 

Variante 2

Für Variante 2 wird ein Stofftaschentuch oder ein Stoffteil mit den ungefähren Maßen 50 x 50cm verwendet. Das Tuch wird mittig gefaltet, sodass je 2 Ecken aufeinanderliegen und ein Dreieck entsteht. Als extra Einlage dient ein Taschentuch, das genauso wie der Stoff mittig gefalten und in das Stoffdreieck gelegt wird. Das Stoffteil wird nun an beiden langen Enden am Hinterkopf bzw. Nacken fest verknotet. Eine tolle, sehr einfache Variante, um auf Nachhaltigkeit zu setzen und auf Wegwerfmasken zu verzichten.

Variante 3

Variante 3 besteht aus 2 Blättern einer Küchenrolle oder wahlweise 2 Stofflagen. Die beiden Blätter werden übereinander gelegt und gefaltet. Wie diese Faltung genau aussieht könnt ihr euch in diesem Video ansehen. Als Befestigung dienen 2 Haushaltsgummibänder. Der nach innen eingeschlagene Teil wird mithilfe eines Tuckers fixiert. Auch hier kann ein Taschentuch als Innenschicht eingesetzt werden.

Variante 4

Auch ein Schal ist besser als gar kein Schutz. Laut Chef Virologen der Charité, Christian Drosten, hält dieser Tröpfchen genauso gut ab wie eine OP-Maske, und er ist als Schutz anerkannt. Ein Schal kann einfach im Nacken verknotet werden. Meine Empfehlung: auf die Materialzusammensetzung achten! Reine Baumwolle und Moltontücher sind synthetischen Materialien vorzuziehen und verhindern "dicke Luft" unter der Maske.

Meine Empfehlungen

Vor dem Aufsetzen die Hände gründlich waschen. Beim Aufsetzen der Maske unbedingt darauf achten, dass der beidseitige Gummi von den Händen gespannt, über die Ohren gezogen wird und der Stoff nur so wenig wie nötig berührt wird. Die Schutzmasken sollten nach einmaligem Tragen gewachsen werden. Ich empfehle Kochwäsche, damit auch alle Viren und Keime abgetötet werden. Die Waschtemperatur sollte keinesfalls weniger als 60°C betragen. Und eine klare Empfehlung für Biowaschmittel!


Falls ihr nach noch mehr kreativen Ideen, die auch leicht mit Kindern umsetzbar sind, sucht, dann schaut doch vorbei meinem Artikel über Bastelideen mit Kindern mit natürlichen Materialien! 

In der Rubrik Gartenecke könnt ihr euch rund ums Gärtnern inspirieren lassen, und in Kürze habe ich ein simples Upcycling DIY für den Garten für euch vorbereitet!

Macht's gut und bleibt gesund!

Tina

 


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Über Mich

Tina

Ich bin Tina, naturliebende und kreative 3-fach Mama aus Niederösterreich, und ich blogge seit 2009 mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Green Lifestyle. Authentische, natürliche Momente des Familienlebens dokumentarisch und detailverliebt festzuhalten ist meine Devise! Mein Lieblingsmotto: Less is more!

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