Meine 3 Tipps für mehr Nachhaltigkeit beim Shoppen von Kleidung

In diesem Beitrag habe ich meine 3 liebsten Tipps zu nachhaltiges Shoppen und einen umweltschonenden, ökologischen Umgang mit Kleidung gesammelt. Ihr erfahrt, welche einfachen Maßnahmen im Familienalltag gesetzt werden können, um nachhaltig zu wirtschaften und um Wäscheberge im Familienhaushalt zu minimieren. Shop small ist eine tolle Möglichkeit, um regionale handmade Labels zu entdecken und eine sozial verträgliche und ökologische Handlungsweise zu entwickeln. Ausserdem stelle ich euch meinen neuen Wickelrucksack von HejHej Design vor. 100% made in Austria

Weiniger ist definitiv mehr

Aber das war bei uns nicht immer so. In den ersten Lebensjahren des Fräuleins lebten wir beinahe im Überfluss, zumindest was die Kinderbekleidung betrifft. Inzwischen hat die Bekleidung des Frühlingskindes in exakt 4 Schubladen Platz. Konmari sei Dank. So kommt man schon gar nicht in Versuchung, Eyecatcher-Kleidungsstücke zu shoppen, die zwar hübsch aussehen, die im Grunde gar nicht benötigt werden. Mal kann es sein, dass die Qualität nicht stimmt, und es fühlt sich so gar nicht nach Tragekomfort an. Das Kleidungsstück engt ein, mindert die Bewegungsfreiheit. Aber es sieht nett aus? Fehlanzeige. Dieses Kleidungsstück wird schneller als du glaubst ganz unbemerkt in die hinterste Lade auf Nimmerwiedersehen abtauchen. Um sich einen Überblick über das Repertoire an Bekleidung zu verschaffen, kann es hilfreich sein, sich eine Übersichtsliste zu erstellen, die alle essentiellen Teile beinhaltet, und die gleichzeitig auch Überblick über fehlende Kleidungsstücke verschafft. Ein wichtiger Punkt: ausmisten nicht vergessen! Und zwar regelmäßig unter Berücksichtigung der Saison.

In Punkto Kleidungswäsche macht auch hier „weniger ist mehr“  definitiv Sinn. Bis dato war ich es gewohnt, stets auch leicht verschmutzte Wäsche in die Wäschetrommel zu verfrachten, bis die Dringlichkeit aufkam, den täglich anfallenden Wäscheberg unseres 5 Personen Haushaltes, davon zwei Kleinkindern, die nichts mehr lieben, als sich auszutoben, zu minimieren. Ich habe mich kurzerhand entschlossen, kleinere Flecken händisch punktuell zu behandeln. Meist lassen sich diese sehr einfach je nach Verschmutzungsgrad mit einem nassen Tuch, Eco Geschirrspülmittel, Eco Glasreiniger (sehr effektiv!) oder Backpulver entfernen. Bei hartnäckigeren Flecken ist das Einweichen in einem Wasserbad zu empfehlen. Häufig sind wir es gar nicht mehr gewöhnt, getragene, jedoch saubere und geruchsarme Kleidung wieder im Kleiderschrank zu verstauen. Aber warum eigentlich nicht? Bei gering verschmutzter Wäsche ist ein Waschgang mit 40°C -60°C auf jeden Fall ausreichend. Bei stark verschmutzter Kleidung können die Verunreinigungen wie bereits erwähnt im Voraus punktuell behandelt werden, dann kann man die Temperaturen minimal halten, sodass man nicht mit voller Energieleistung die Waschmaschine betätigt. Dennoch empfiehlt es sich, hin und wieder auch Kochwäsche zu waschen, damit wirklich alle Keime, Pilze und Bakterien abgetötet werden. 

Shop local & small

Online zu shoppen ist supereinfach, jedoch muss man bei kommerzieller Kinderbekleidung beachten, dass, wie wir wohl alle wissen, der Ursprung und die Arbeitsbedingungen der ProduzentInnen in den meisten Fällen sehr prekär und menschenunwürdig ist. Von fairen Bedingungen und ökologischer Verantwortung ist keine Spur, im Gegenteil. Immer mehr Konzerne betreiben Greenwasching, um die Missstände in der Produktion zu verschleiern und ihren Produkten ein positives Image zu verpassen, während die Realität so aussieht: Akkordarbeit zu menschenunwürdigen Bedingungen, die mit Zwangsarbeit vergleicgbar sind. Einsatz von gesundheitsschädlichen Materialien in der Herstellung. Ausbeutung von Mensch und kostbaren Ressourcen par excellence. Den vielen unermüdlichen, tatkräftigen BefürworterInnen und friedvollen AktivistInnen sei Dank, dass diese Themen immer wiederkehrend in unser Bewusstsein gerufen werden.

Eine Alternative zu kommerzieller und selbst genähter Kleidung stellen für mich die nachhaltigen, kleinen Labels vor Ort dar. Gerade in Zeiten, in denen das Coronavirus die Schlagzeilen prägt, sollte, wie ich finde, ein richtiges Revival der kleinen Betriebe stattfinden. Viele unter ihnen leben das Konzept von Nachhaltigkeit sehr bewusst, und das macht sich in erster Linie nicht nur in der hohen Qualität bemerkbar, sondern auch in der Liebe zu handverlesener Arbeit. Häufig werden die Produkte vom Shopowner sogar selbst per Hand hergestellt. Ein Paradebeispiel für ein Slow fashion Label, das höchsten Wert auf präzise Verarbeitung und eine verantwortungsbewusste und einen ressourcenschonenden Arbeitsweise 
legt ist das oberösterreichische Label Hey Hey Design. Claudia ist die energiegeladene, sympathische Chefin hinter dem kleinen Unternehmen, das sich mit viel Liebe zum Detail der Produktion von Taschen aller Art verschrieben hat. Die Wonderwoman, die neben Family Life und ihren 4 Kindern, eines davon im Babyalter ein Unternehmen führt, hegt eine große Liebe zu Schweden und nordischem Design, was sich wiederum im Design, und in der Auswahl der Stoffe und wiederspiegelt.

Gerade in Coronazeiten, in denen Kleinunternehmen durch restriktive Maßnahmen gezwungen sind, den Ausfall der ansonsten stattfindenden, gut besuchten Kreativmärkte, die genau jetzt Hochsaison haben, irgendwie zu überbrücken, ist es mir ein dringendes Anliegen, sie zu supporten.

In meiner heutigen Fotostrecke seht ihr meine neue Rucksacktasche von Hey Hej Design, die aufgrund ihres Designs und ihres praktischen Nutzens zu einer meiner Lieblingstaschen zählt. Der Clew hinter des eigentlichen Backpacks ist, dass er nicht nur bequem auf dem Rücken, sondern auch als Schultertasche/Crossbody Bag mittels verstellbarer Baumwollgurte und mit Tragegriffen getragen werden kann. Zusätzlich kann der Backpack, sofern sein Einsatz als Wickeltasche angedacht wird, mit einer wasserabweisenden Windeltasche ausgestattet werden. In seinem Innenleben finden Windeln oder wie in meinem Fall Windeleinlagen unserer Stoffwindeln und eine Packung Feuchttücher Platz. Da das Frühlingskind von Geburt an ein Tragling war, eignet sich diese Trageweise besonders gut für Traglinge, und das etwaige Switchen zwischen den 3 Tragevarianten ist sehr komfortabel und einfach in der Handhabung.

Second hand shopping

80 Prozent unserer Kleidung stammt aus zweiter Hand. Das sorgt meist für ein erstauntes Aha Erlebnis bei meinem Gegenüber, welches es scheinbar für unmöglich hält, dass ein trendiges und so gar nicht omahaftes Outfit 
 (obwohl dieser Adjektiv schon längst überholt werden müsste) mit Second Hand in Verbindung gebracht werden kann. Es ist es eine Leidenschaft von mir, mich durch Kleiderberge durchzuwühlen, und der Überraschungseffekt ist nicht zu toppen, wenn man auf hochwertige Kleidung stößt. Und ja, ich denke, ich habe ein gutes Händchen dafür, schöne Kleidungsstücke für meine Kinder und auch für mich aufzuspüren. Obwohl es natürlich ein gewisses Maß an zeitlichen Ressourcen erfordert, ist diese Art des Shoppinggefühls nicht zu ersetzen. Mit gutem Gewissen zu shoppen ist von bedeutendem ökologischen Nutzen, der auf ein unerwartetes Gefühl der Freude trifft, wenn man ein tolles Stück ergattert, das weder von anderen 10 Menschen in dieser Saison getragen wird, noch schädliche Chemikalien aufweist. Diverse Onlineplattformen sind eine wahre Fundgrube für gebrauchte Kleidung in tadellosem Zustand. Oft shoppe ich bereits im Voraus der kommenden Saison, denn auch hier gilt: auf die Preise achten! Der Nachteil gegenüber dem realen Shoppingerlebnis ist natürlich, dass sich weder die Haptik noch die tatsächliche Qualität ermitteln lassen, jedoch habe ich die Erfahrung gemacht, dass dies wiederum durch Kommunikation mit dem Verkäufer/der Verkäuferin wettgemacht und die Fehlkaufrate dadurch minimiert werden kann. Zusätzlich bieten sogenannte Clothingswaps und die Weitergabe von Kleidungsstücken eine tolle Möglichkeit, um im Sinne von Zero waste Freunde und Bekannte Tauschhandel zu betreiben. 

Kauft ihr auch gerne Second Hand oder ist das gar nichts für euch? 

 

 

 

 

 

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Über Mich

Tina

Ich bin Tina, naturliebende und kreative 3-fach Mama aus Niederösterreich, und ich blogge seit 2009 mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Green Lifestyle. Authentische, natürliche Momente des Familienlebens dokumentarisch und detailverliebt festzuhalten ist meine Devise! Mein Lieblingsmotto: Less is more!

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